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Fabienne

Hundetrainerin und Verhaltensberaterin

Meine Aus- und Weiterbildungen:

2011 Tagesseminar Clicker Training und Shaping

         mit Monika Ballerini
2012 Tagesseminar Erste Hilfe für Hunde
2012 Tagesseminar Massage am Hund
2013 Ausbildung zur SKG Gruppenleiterin
2013 Tageskurs "der stark nach aussen fokussierte,
         reaktive, hyperaktive Hund" bei Kynomental
2013 Tagesseminar Positive Verstärkung beim Hund

         bei TeamMenschHund
2014 Kleingruppen-Wochenseminar mit Dr.
         Ute Blaschke-Berthold
2014 Ausbildung zur zertifizierten Hundetrainerin SKN

         cumcane familiari
2015 Seminar Dummytraining mit Tanja Bischof
2015 Webinar - Auswirkung von Krankheiten auf

         das Verhalten der Hunde mit Dr. Ute Blaschke-              Berthold

2016 2-tägies Seminar  - Mehrhundehaltung mit
         Anne Rosengrün

2016 2-tägies Seminar - Anti-Giftköder mit

         Sonja Meiburg

2016 2-tägies Seminar - Hundliche Konflikte 

         mit Dr. Ute Blaschkte-Berthold

2017 1-tägies Seminar - Nadac Hoopers mit

         Karin Sprecher

2017 Ausbildung zur Hundepsychologischen

         Verhaltensberaterin bei cumcane familiari

2018 1-tägige Weiterbildung zur Fachperson für

         das Nationale Hundehalter Brevet (NHB)

2021 Nadac Hoopers Trainerausbildung bei Nadine

         Hehli und Simone Fasel (Hoopers Schweiz)

Ich bin 17 Jahre lang mit einer Labrador-Appenzeller Mischlingshündin namens Cora aufgewachsen. Ein riesiges Geschenk, mit einem Tier, bzw. mehreren Tieren (Meerschweinchen, Hase und Katze) aufwachsen zu dürfen. Schon bald war klar, dass meine Liebe den Tieren gilt. Als im Jahre 2009 der Mischling Tofino einzog, änderte sich mein Leben grundlegend. Ich habe immer von einem unkomplizierten Begleiter geträumt doch es kam anders. Die Ängstlichkeit und Unsicherheit von Tofino war schier grenzenlos. Wir sind viele verschiedene Wege gegangen, in der Hoffnung dass sich was ändert. Wir haben im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich aber so ziemlich alles falsch gemacht was wir falsch machen konnten dies natürlich nicht in böser Absicht, sondern in Unwissenheit und der Hoffnung, dass sich seine Ängstlichkeit legen würde Nun ja, wir geben unser Bestes, um unsere Versäumnisse nun mit dem heute vorhandenen Wissen aufzuholen.

Der Wunsch nach einem zweiten Hund war gross. Wir erträumten uns immer noch einen sogenannten "Tutnix", welcher uns problemlos überall hin begleiten kann und Tofino allenfalls seine Ängstlichkeit ein wenig nimmt. So zog nach wirklich langer und reiflicher Überlegung im Mai 2012 der Australian Shepherd Welpe Kajo bei uns ein. Ein toller Hund! Genau wie wir ihn uns gewünscht haben: vor nichts Angst, sehr neugierig, unkompliziert mit Mensch und Hund. Bis er sieben Monate alt war und wir unser erstes "Jagderlebnis" hatten. Von da an, hat sich alles ein wenig geändert. Vom ganz unkomplizierten Hund zum jagenden Hütehund mit wenig Frustrations-toleranz. O Schreck hat man doch in allen drei gekauften Rassebüchern gelesen, dass den Aussies der Jagdtrieb erfolgreich weggezüchtet wurde? Weit gefehlt! Mit dem heutigen Wissen weiss ich auch, dass der Hütetrieb natürlich aus dem Jagdverhalten abstammt und Aussies sehr oft mit geringer Frustrationstoleranz und vor allem mit einem lautstarken Stimmorgan ausgestattet sind.

 

Im Gegensatz zu Tofino hat er auch nicht auf Strafen oder laute Kommandos reagiert, es schien immer, als er mir noch ins Gesicht lacht und mir zugleich den Mittelfinger zeigt so im Sinne von so kommst Du bei mir ganz bestimmt nicht weiter. Auch der Unterschied von Konfliktbewältigung der beiden Hunde könnte nicht grösser sein. Tofino der sich in schwierigen Situationen immer an der Flucht orientiert und Kajo der sich den schwierigen Situationen eher der Strategie "Angriff ist die beste Verteidigung" bedient, stellte mich immer wieder vor neue Herausforderungen. So gibt es bei der Mehrhundehaltung Sonnen- und Schattenseiten, welche man sich durchaus bewusst sein muss.

 

Zum Glück habe ich genau in dieser eher schwierigen Zeit im Jahre 2012 in meiner Tierarztpraxis des Vertrauens eine TPA welche selber Aussiebesitzerin ist und auch einen jagdlich motivierten Australian Shepherd hat, kennen gelernt die meine Probleme mit meinem Aussie verstand. Sie befand sich damals gerade in der Ausbildung bei cumcane familiari und brachte mich auf den Weg der Arbeit mit dem Markersignal und der positiven Verstärkung. Viele Verhalten meiner Hunde haben sich durch bedürfnisorientiertes Belohnen relativ schnell verbessert natürlich gehören Rückschläge dazu aber das Arbeiten mit dem Markersignal und den vielfältigen Belohnungsarten ist seitdem eine Lebensphilosophie im Zusammenleben mit meinen Hunden geworden.

 

Ich wollte aber noch mehr über Hunde, Verhalten und Lerntheorie wissen und so habe ich im Jahre 2014 die Ausbildung bei cumcane familiari zur Hundetrainerin SKN gemacht und im Jahr 2017 den Verhaltensberater-Lehrgang mit Erfolg abgeschlossen.

 

Heute ist Kajo neun Jahre alt, der (neben Tofino) für mich beste Begleiter welchen ich mir nur vorstellen kann, aber immer noch mit viel "special effects". Ich bin unendlich dankbar für diesen besonderen Lehrmeister und Charakter auf vier Pfoten.

Ich freue mich, wenn ich anderen Mensch-Hundeteams den Weg der positiven Verstärkung zeigen und an meinen Erfahrungen teilhaben lassen kann, denn Team sein macht soooo viel Spass und Freude - Mensch und Hund.